Beatrice Harder

MOMENTE: AUS IHNEN IST DOCH DAS GANZE LEBEN ZUSAMMENGESETZT

Über die Fotografien schreibt die Kunsthistorikerin Yvonne Weber, M.A.:

Schon früh hatte die in Viernheim geborene Beatrice Harder Freude daran, all das, was sie umgibt, im Foto einzufangen und festzuhalten – seit sie als Zehnjährige die Kamera ihrer Mutter stibitzte, um selbst durch den Sucher auf Motivjagd in der Familie und in der Natur zu gehen. Und der Spaß am Fotografieren hielt an – auch wenn einige Jahre Familie und Kinder zunächst den Vorrang hatten. Als dann aber zum Geburtstag eine Spiegelreflexkamera auf dem Gabentisch lag, da war die Leidenschaft sofort wieder entflammt und ist seither nie mehr abgekühlt.

Die Kamera ist Beatrice Harders stetige Begleiterin – ob bei den regelmäßigen Ausflügen der Naturliebhaberin oder auf ihren Reisen. Ständig sind ihre Augen auf der Suche nach dem geeigneten Motiv.

Und was geeignet ist, das entscheidet sie ganz intuitiv mit ihrem durch jahrelanges Sehen geschulten Blick für den Menschen und seine Umgebung, für Farben und Formen.

Seit dem Jahr 2009 gibt die Fotokünstlerin, die ihre Fertigkeiten durch Besuche von Seminaren und Workshops immer weiter verfeinerte, einem breiteren Publikum Gelegenheit, sich in diversen Ausstellungen und internationalen Kunstmessen an den Ergebnissen ihrer Passion zu erfreuen, in den Beatrice-Harder-Fotokosmos einzutauchen …

Und weiter heißt es inhaltlich bei Yvonne Weber mit Bezug auf Beatrice Harder:

MOMENTE – aus ihnen ist doch das ganze Leben zusammengesetzt.

Die Fotografin Beatrice Harder ist eine wahre Momente-Sammlerin.
Sie versteht es, Augenblicke gekonnt mit ihrer Kamera einzufangen und den Betrachter der Fotos zum Komplizen ihrer Entdeckungen zu machen.

Man darf die Fotografin begleiten – in die geliebten Berge, in fremde Regionen. Und man kommt durch sie in den Genuss, auf ungewöhnliche Dinge aufmerksam zu werden, an denen man ansonsten wahrscheinlich achtlos vorübergegangen wäre.

Die Handschrift der Fotokünstlerin und ihre Vorlieben bemerkt man bald:

Natur – in jeglicher Form. Regenstimmungen – man riecht fast die feuchte Luft. Kioske/Fahrräder/Mülltonnen – Serien, die über viele Jahre entstanden sind und vom geschulten Blick der Künstlerin für Farben und Formen Zeugnis ablegen.
Und immer wieder diese unbändige Neugier auf Menschen. Erwischt! Genau in diesem Moment! Was die Betrachter daraus machen, das ist ihrem jeweiligen ‚Kopfkino‘ überlassen.

Beatrice Harder ist mit ihren Fotos nämlich auch eine Geschichtenerzählerin. Vielleicht mutet deshalb manch eines ihrer Bilder wie ein Filmstill an, bei dem man unweigerlich nach dem Knopf sucht, den man drücken muss, um die Geschichte weiterlaufen zu lassen.

Und oft ist nicht weniger das ganze Leben auf ihren Fotos: Licht – Regen – Menschen – Stadt – Bewegung. Herrlich! Manchmal durch Doppelbelichtungen fast surreal erscheinend – oder in gewollter Unschärfe eine Einladung von Beatrice Harder, genauer hinzusehen auf ihre MOMENTE …

„Kunst wäscht von der Seele den Staub des Alltags.“ – Pablo Picasso

Die Künstlerkollegin Gerdi Gutperle über die Fotografin:

Beatrice Harder mag Menschen. Ihre Aufnahmen fallen durch ihre Ungezwungenheit im Umgang mit Menschen und Dingen sowie der Natur auf. Sie Fängt alle Gesellschaftsschichten in den unterschiedlichsten Städten und Ländern der Welt ein. Sie verlässt das Haus nie ohne Kamera. Ihre Technik ist geprägt vom Realen bis zur Verzerrungsfreiheit, weichem Sonnenlicht und menschenleeren Überblendungen. Sie hat sich nicht auf eine Art von Foto spezialisiert, sondern fotografiert mit ihrem Wachen Auge in den unterschiedlichsten Situationen.

Miriam Vogt, Kunsthistorikerin, über die Künstlerin:

Beatrice Harder hält ihre Umgebung durch die Linse ihrer Kamera auf eine subjektive und faszinierende Art und WEise fest. Dabei kommt es vor daß die Realität vor ihren Augen bzw. ihrer Linse ungeschminkt und spontan festgehalten werden möchte oder an ihr in Windeseile vorbeirast. Dabei ergeben sich Bildlandschaften – allesamt vom Menschen berührt, erschaffen oder einfach nur wahrgenommen. Ihre Motive sind nicht festgelegt, sondern lechzen nach dem Augenblick, nach der Unmittelbarkeit. Auf Reisen trifft man sie nicht ohne mindestens dri Kameras. Sie erkennt Situationen, zufällige Farbzusammenstellungen und bizarre Gegebenheiten auf der Straße ehe jemand anderes davon mitbekommt. Oder sie verbringt die Nacht auf einem Balkon in Brasilien, um die Straße zu beobachten und alles festzuhalten, was vor sich geht, wenn man einen ungestörten Blick von oben hat.

Die Rhein-Neckar-Zeitung schreibt am 26.09.2013:

„Beatrice Harder liebt alles, was sich bewegt und schnell ist. Dem mitunter zugleich lautmalerischen Motiv hinter zu rennen, es im Vorbeifahren festzuhalten, die Regentropfen auf einer Fenster – und Autoscheibe in den Vordergrund zu rücken oder die Geschwinidigkeit eines Karrssels zum Motiv zu erheben – das macht ihren Stil aus.“

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