Sabine Josefine Balerna

ÄSTETHISCH, KRITISCH, POETISCH, STETIG:
so charakerisierte die 1971 geborene Schweizer Künstlerin ihr Werk, das im Wesentlichen aus Bildern und Installationen besteht.

Den Raum und mit ihm auch den ZwischenRaum begreifen, die Zeit erfassen, über das zweidimensionale Bild hinaus zum ObjektWerk. Auf der Grenze des Reellen, zum unfassbar Mysteriösen gehen, sich in den Dimensionen verlieren.
Mit den feinen Farbschichten des Pigments neuer, auch unerwarteter FarbRaum öffnen, um vielleicht einer anderen Wirklichkeit zu begegnen. Ich suche Fläche, Schlichtheit, Ruhe und Grösse, um dies in mein Schaffen fliessen zu lassen und für einen Moment festzuhalten. WorteWeben, Poesie des AugenBlicks und der WeitSicht. Ein narratives Gedankenspiel, das ein Verweilen fordert und ein Partizipieren unbedingt erlaubt. Eine Einladung teilzuhaben und dem persönlichen Dialog zu begegnen.

Das Funktionieren in unserer Gesellschaft als Frau & Künstlerin, das Wachsen und der Wandel der Menschen, Lebensraum, Weltenergie, Ohnmacht und Mut sind Themen, die mich und mein Schaffen prägen. In der Medialität fundiert, neugierig, experimentell_auch unkonventionell zu sein, heisst für mich, immer wieder Suchende, Erfahrende und Erfindende zu sein. |ästhetisch | kritisch | poetisch | stetig

Anläßlich einer Kunstausstellung in 2025 formuliert die Kunsthistorikerin Ursula Ursula Meier über die Installationskünstlerin Sabine Josefine Balerna:

„Sabine Josefine Balernas Installation «MedusaMedusea» im letzten Raum des Obergeschosses besteht aus schwebenden Objekten in verschiedenen Formen und Grössen aus Draht, die mit Papier überzogen sind. Sie erinnern an Floralien wie Knospen, Hüllen und Blätter, aber auch an Quallen und fantastische Wesen. Mit ihrer Transparenz, der schimmernden Zartheit und den Leerstellen ermöglichen sie Durchblicke und Teilnahme zugleich. Anmutig beginnen sie zu tanzen, wenn ein Windhauch sie berührt. Erst zusammen mit ihrem Schatten ergeben sie ein Ganzes.

Obwohl die Gebilde poetisch anmuten, sind sie von starker, widerstandsfähiger Natur. Die Medusa aus der griechischen Mythologie versinnbildlicht diese weibliche Stärke und Unabhängigkeit. Gleichwohl referiert der Titel auf Quallenwesen in allen Meeren, von denen man unergründlich berührt ist, aber auch ihrer Gefährlichkeit und Unsterblichkeit Respekt zollt. Für die Künstlerin symbolisiert die Arbeit eine Hommage an die Frau, die bis heute ihre Daseinsberechtigung legitimieren muss. Auch im Gemälde „zeitlose“ und anderen kleinen Werken treffen unterschiedliche Kräfte aufeinander. Mit Pigmenten gemalte Farbschichten führen in die Tiefe und eröffnen einen neuen, weiteren Raum.“

und des weiteren 2024 zum Gesamtwerk bzw. Thema Balernas‘:

Zum Gesamtwerk

Eine Art das Leben zu verstehen, besteht in der Umsetzung von Arbeiten, welche Dinge beschreiben, die den Menschen in seiner Einzigartigkeit erfassen. So begebe ich mich immer wieder als Freidenkerin und -geist an mein Werk. Als sei es die Essenz lange gehüteter Geheimnisse.

Zum Thema

Das zweidimensionale Bild und seine Aussage wandeln sich zum Objekt, zu einer dreidimensionalen Begegnung mit Symphoniegedanken. Die Aufforderung zu der «eigenen Welt» Distanz zu gewinnen, ohne dabei die «kleinen Feinheiten» zu übersehen. Raum betreten, in die Weite schauen und Brücken bauen, um Grosses zu bewegen.

Das Bild «Blumen am Weg», 2024, umfasst einen ganzen Bogen von Leben, flüchtige Wichtigkeiten, Gedankenperlen, die sich verweben, sich verbinden und zu einem Ganzen werden. Ein Bogen der sich auflöst und in der Weite verliert, um Teil von einem «Ganzen» zu werden. Dabei die «Blumen am Weg» nicht zu übersehen, sondern wertschätzen.

Das Objekt «feine Fäden», 2024, erobert eine andere Dimension und tritt in den Raum. Feine Fäden, die verbinden und nur zusammen ihre Stärken entwickeln und zu tragenden Elementen werden können, um Grosses zu tragen und damit neue Wege zu erschliessen. Andere feine Fäden, die als «verworfene Gedanken» auch ihre Richtigkeit haben, steuern vielleicht nicht zu tragenden, aber dennoch zu wichtigen, gedankenverlorenen Momenten bei.“

pace1_40x40_2026pace2_2026_40x40smallTalk_3_20x20_2026tischfrieden_2_20x20_2025ZeitRaum_6_30x30_2025ZeitRaum_8_30x30_2025ZeitRaum11_30x30_2025
NextGen ScrollGallery thumbnailNextGen ScrollGallery thumbnailNextGen ScrollGallery thumbnailNextGen ScrollGallery thumbnailNextGen ScrollGallery thumbnailNextGen ScrollGallery thumbnailNextGen ScrollGallery thumbnail

 

 

Zurück zu den Künstlern