Waltraud Gemein

Geboren am 22.06.1951 in Green, einem kleinen Dorf in Deutschland, lebt und arbeitet als bildene Künstlerin in Annweiler. Nach dem Abitur ging sie zum Studium nach Göttingen. Während des Studiums war sie mehrere Jahre Privatschülerin bei dem Maler und Bildhauer Henry Hinsch (1909-1979). Danach hat sie sich 40 Jahre lang autodidaktisch neben dem Beruf weiter gebildet und immer wieder gezeichnet.

Henry Hinsch, ein Künstler, der aus Metall-Schrott phantastische Figuren schuf, bestärkte sie darin, ihre eigenen Figuren zu zeichnen, ohne sich rationale Grenzen aufzuerlegen. Und dabei ist es geblieben: Es entstanden und entstehen Figuren über Figuren, aus denen Waltraud Gemeine dann neue Welten zusammenbaut, Welten, die – ihrer Meinung nach – die innere Realität unserer Welt zeigen: das Verbundensein aller Lebewesen.

Sie hat immer zusammen mit Tieren und Pflanzen gelebt und geredet, sie hat nie eine essentielle Trennung der Lebewesen gesehen. Aus dieser Lebenshaltung heraus enthalten und vermitteln ihre Figuren und Bilder immer Menschliches, Tierisches und auch Pflanzliches, oft von allen 3 Daseinsformen etwas.

Die aus den Einzelfiguren entstehenden Welten arbeitet sie aus mit den verschiedensten Stiften, mit Bleistiften oder Farbstiften, Pastellstiften oder Tuschestiften. Sie liebt die Genauigkeit eines Stiftes, aber auch die Vielfalt, die man damit ausdrücken kann.


Die Künstlerin Waltraud Gemein beschreibt ihre Arbeitsweise mit folgenden Worten:

„Ich erschaffe aus 1000 Einzelstrichen eine Figur, die eine Illusion ist. Es sind in Wirklichkeit nur Striche, aber für das Auge des Betrachters ergeben sich Figuren, Menschen, Tiere, Pflanzen oder alles in einem. Wichtig ist für mich der besondere Ausdruck einer Figur durch ihre Körperhaltung und dadurch, wie sie mich ansieht. Diese Figuren entstehen in einem mehrstufigen Prozess: Zuerst lasse ich in einem fast meditativem Zustand den Bleistift über das Papier gleiten, oft unterstützt durch klassische Musik. So entsteht Zeichnung über Zeichnung, die ich sammele und ruhen lasse. Manchmal Tage oder Wochen, manchmal Monate oder auch Jahre. Nach einer Zeit, in der sie mir selber fremd geworden sind, schaue ich mir diese noch einmal an und entdecke Figuren, die etwas Besonderes ausdrücken. Manchmal sind das zehn oder mehr unter hundert, manchmal auch nur zwei oder drei. Wenn ich dann genug davon habe, baue ich damit neue Welten. Und diese werden dann mit tausend Strichen und mehr ausgearbeitet.“

Andere sehen dann oft etwas ganz anderes in ihren Zeichnungen. Eine besondere Sicht finden Sie unter:
Meister Bildender Künste

„Das Fussel begleitet die Menschen seit Urbedenken, besonders findet man sie in der Kleidung, in den Haaren und schüttelt oder streift man sie ab.(…) In der bildenden Kunst ist Waltraud Gemein dem Treiben der Fussel so nah gekommen, dass sie Bildwerke davon anfertigen konnte.“

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